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Bildungswerk des VFZ e.V. — gegründet 1997 — anerkannte Einrichtung der Weiterbildung in anderer Trägerschaft
         
         
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Auslandsseminare/Bildungsurlaub 2010

Unter diesem Stichwort finden Sie klassische Seminare und Veranstaltungen der politischen Bildung mit überwiegend ökologischen Themenstellungen, die jenseits unserer Landesgrenzen durchgeführt werden. Soweit sie in Deutschland stattfinden, können Sie hierfür bei Ihrem Arbeitgeber Bildungsurlaub, d.h eine Freistellung beantragen, Veranstaltungen im Ausland, die sich nicht explizit mit der EU bzw. dem Nationalsozialismus auseinandersetzen, werden in NRW nicht mehr anerkannt, es handelt sich also „nur“ noch um Studienreisen.

Costa Rica: Natur – Ökologie – Politik
San Jose u.a. / Costa Rica
110B01: 12.03.-26.03.2011
Languedoc: Ökologie einer Landschaft
St Jean de Bueges
100B09: 11.09.-18.09.2010
Urwald am Oberrhein
Naturschutzgebiet Taubergießen : Rhinau/Elsass
100B05: 03.07.-10.07.2010
Kellerwald: Hessens erster Nationalpark
Asel-Süd am Edersee
   
100B06: 29.08.-03.09.2010
Ökologie des Wattenmeeres
Schutzstation auf der Hallig Langeneß
   
100B07: 07.08.-14.08.2010
Ardèche: Ökologie einer Landschaft
Lès Trois Eaux, Vallon
100B08: 28.08.-04.09.2010
Die Niederlausitz – Zwischen Braunkohle, Seeadler und Wolf
Bad Muskau - Wo die Wölfe heulen
    
100B10: 19.09.-25.09.2010
Wo die Kraniche ziehen – Nationalparks auf Rügen
Bobbin/Rügen

   
100B11: 09.10.-16.10.2010

Das Modell Menorca
Cala Emporter, Menorca.
Sanfter Tourismus in der Biosphäre.

   
100B12: 03.10.–10.10.2010

   

 

 

Veranstaltungsbeschreibungen

CostaRica1

 

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Costa RicaNatur – Ökologie – Politik
Die Vielfalt der tropischen Lebensräume und deren Bedrohung stehen im Mittelpunkt unserer Reisen nach Costa Rica. Die Durchsetzbarkeit und Akzeptanz von Schutzkonzepten sind abhängig von der sozialen Realität dieses Schwellenlandes. Das Programm der Veranstaltungen wurde in Zusammenarbeit mit Tropica Verde erarbeitet.
Es werden ausgewählte Nationalparks, biologische Projekte und Schutzgebiete besucht. Auf dem Programm stehen unter anderem der Nationalpark Irazu, Kaffeeplantagen im Zentraltal, die Nebelwaldregion Monteverde, verschiedene landwirtschaftliche Kooperativen, das Naturschutzge­biet Ostional an der Pazifikküste und das Regenwaldprojekt Monte Alto. Ausgangspunkt ist die Sprachschule und Pension unserer Kollegen El Maranon in der Nähe von San Jose.
Für diese Veranstaltung kann ein ausführliches Informationsheft angefordert werden. Darüber hinaus werden von uns Verlängerungswochen angeboten. Bei der Organisation eines Fluges sind wir Ihnen gerne behilflich. Bitte sprechen Sie rechtzeitig mit uns. Tropica Verde Mitglieder erhalten auf den Reisepreis nach Costa Rica eine Ermäßigung!

Leitung: Frank Doyé
Gebühr: 60 UE/1199,– EUR zzgl. Flug; incl. DZ/HP, Transfers ab Kursbeginn, Exkursionen, Gebühren und Eintrittsgelder, deutschsprachige Kursleitung, Konkursausfallversicherung, Mo.–Fr.
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen. Ausführliche Infos schicken wir Ihnen gerne zu.
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Languedoc — Ökologie einer Landschaft
In dem phantastischen Septemberlicht Südfrankreichs durchstreifen wir die vielfältigen Landschafts- und Vegetationstypen des Languedoc. Wir besuchen das Ranquas, ein von unserem Partner geschaffenes Naturschutzgebiet im Seranngebirge. Es ist Zufluchtsort seltener Tier- und Pflanzenarten und Durchzugspassage für den Vogelflug. Wir stellen es mit seinen Waldbau- und Biotopmaßnahmen als eine Möglichkeit zukünftigen Landschaftsschutzes vor.
Mit Vertretern der Grünen untersuchen wir die ökonomischen und demographischen Strukturen der Region und betrachten Probleme der europäischen Umweltpolitik, besonders der Wasserversorgung. Unterschiedliche Traditionen wie z. B. bei der Jagd lassen die Herausbildung der beiden Nationalstaaten verständlich werden und führen zu Überlegungen, welche Faktoren bei einer europäischen Umweltpolitik zu berücksichtigen sind.

Leitung: Hugo Rohde
Gebühr: Mo.–Fr., 495,– €/30 UE ;incl. Ü/DZ mit franz. VP, Exkursionen, Konkursausfallvers. – eigene Anreise!
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen.
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Urwald am Oberrhein - Naturschutzgebiet Taubergießen
Hohe, von Efeu ummantelte Baumriesen, armdick herabhängende Lianen, undurchdringliches Dickicht – die Vegetation weckt Assoziationen an tropische Urwälder.
Im sonnenreichen Oberrheingraben befindet sich noch ein kleines geschlossenes System von Auwäldern und Altrheinarmen. Dieses nahezu unbekannte Kleinod wird von einer der schönsten Paddelstrecken Europas durchzogen. Mit Kanus, dem Rad und zu Fuß werden wir das größte Naturschutzgebiet Baden-Württembergs und seine ökologische Bedeutung erkunden.
Inhaltliche Schwerpunkte sind die Bedeutung dieses Naturschutzgebietes für die Region und die politischen Auseinandersetzungen um die geplanten Hochwasserpolder.

Leitung: Hugo Rohde, Andreas Träger
Gebühr: Mo.–Fr., 365,– €/30 UE; Ü auf Zeltplatz, Exkursionen, Bootsmiete, Unfall- u. Konkursausfallvers., Vorbesprechung in Ffm.
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen.
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Kellerwald: Hessens erster Nationalpark
Südlich des Edersees erstreckt sich einer der schönsten Buchenurwälder Europas, der inzwischen Hessens erster Nationalpark ist – von Straßen wenig berührt und bisher auch touristisch nicht besonders erschlossen. Trotzdem war es eine schwere Geburt bis zur Errichtung des Nationalparks. Es gab erhebliche Widerstände in der Bevölkerung und die politischen Konflikte um den Nationalpark haben bis heute nicht nachgelassen. Wir werden mit Beteiligten vor Ort die ersten Gehversuche dieses ersten und einzigen hessischen Nationalparks beobachten.
Wir werden den Kellerwald zu Fuß, mit dem Fahrrad und vom Edersee aus mit dem Kanu erkunden. Dabei werden wir untersuchen, wie es zu dem Sinneswandel in der Bevölkerung kam, welche Vor- und Nachteile ein Nationalpark für die Menschen vor Ort hat, wie Politiker agieren müssen, um ein solches Projekt mehrheitsfähig zu machen und welche Möglichkeiten wir alle in solchen Auseinandersetzungen haben.

Leitung: Thomas Schlimme, Josch Popp
Gebühr: Mo.–Fr., 365,– €/30 UE/;incl. Ü auf dem Zeltplatz des Albert-Schweizer-Feriencamps, Exkursionen, Unfall- u. Konkursausfallvers., Vorbesprechung in Ffm.
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen.
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schutzstation Ökologie des Wattenmeeres
Das Wattenmeer vor der deutschen Küste ist ein auf der Welt einzigartiger Lebensraum mit komplexen ökologischen Zusammenhängen. Es ist eines der größten europäischen Urlaubsgebiete und zugleich eine Müllkippe Europas. Wir werden sieben Tage in der Schutzstation Wattenmeer auf der Hallig Langeneß verbringen und dieses Ökosystem näher kennen lernen. Wir werden uns mit den politischen Konzepten zur Nutzung und zum Schutz des Watten­meeres auseinandersetzen, sie diskutieren und bewerten.

Leitung: Hugo Rohde, Thomas Schlimme
Gebühr: Mo.–Fr., 425,– €/30 UE;incl. Anreise (DB) ab Ffm., Ü auf der Station, Fahrradmiete, Exkursionen, Unfall- u. Konkursausfallversicherung, Vorbesprechung in Ffm.
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen.
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Ardèche — Ökologie einer Landschaft
Das Ardèchetal ist wegen seiner Schönheit und der im Tal gefundenen Höhlen weltbekannt geworden. Es ist Naturschutzgebiet, aber dennoch touristisch voll erschlossen. Die politischen Konflikte zwischen Naturschutz und dem Ausbau der touristischen Infrastruktur sind damit vorprogrammiert. Sie stehen beispielhaft für diese Auseinandersetzungen in ganz Europa.
Mit Kajaks und zu Fuß werden wir die ökologischen Besonderheiten dieses Tals näher erkunden. Mit Hilfe von Gewässeranalysen und ökologische Erkundungen werden wir die menschlichen Einflüssen auf dieses Flusssystem und die Selbstreinigungskraft des Baches genauer untersuchen und uns mit der Bedeutung des Tourismus für diese Gegend auseinandersetzen.

Leitung: Hugo Rohde, Andreas Träger
Gebühr: Mo.–Fr., 380,– €/ 30 UE,incl. Zeltplatzgebühr, Miete für Kajak und Paddelausrüstung, Exkursionen, Kursmaterialien, Versicherungen.
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen.
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Die Niederlausitz - Zwischen Braunkohle, Seeadler und Wolf

Am östlichen Rand Deutschlands in der Muskauer Heide ist der Wolf zurückgekehrt. Zwischen Truppenübungsplatz und Braunkohletagebau in einer nur sehr dünn besiedelten Landschaft brüten außerdem Kraniche, und der Fischotter ist mit einer der reproduktivsten Populationen Mitteleuropas vertreten. Während Braunbär Bruno in Bayern schlechte Karten hatte, haben hier die manchmal bis an die Dörfer herankommenden Wölfe bisher für relativ wenig Unruhe gesorgt.
Thema des Bildungsurlaubs wird sein, welche wirtschaftlichen und ökologischen Perspektiven in diesem abgelegenen Gebiet Deutschlands unweit der polnischen Grenze entwickelt wurden, und inwieweit hier Modelle zu finden sind, die auf ganz Deutschland übertragbar sind. Dabei werden wir sowohl den Braunkohletagebau und renaturierte Flächen besuchen, als auch die Modellstadt Ostritz, die nahezu ausschließlich mit regenerativen Energien auskommt.Wir werden uns aber auch mit durch über 4000 Baudenkmäler geprägten, nie zerstörten Stadt Görlitz, der Kultur der Sorben, dem in der Unesco-Weltkulturerbeliste aufgenommenen Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau und der Renaturierung des Braunkohletagebaus beschäftigen.
Untergebracht sind wir im Seminar- und Gästehaus Turmvilla in Bad Muskau, das erst kürzlich ökologisch stilvoll restaurierte Logiehäuser mit Halbpension bietet.

Leitung: Josch Popp, Dr. Dieter Engelmann
Gebühr: Mo.–Fr., 470,– € /30 UE.; 6 Ü. im DZ, Halbpension, Seminarunterlagen, Exkursionen und Führungen, Versicherungen, Reisepreissicherungsschein
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen.
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kreidefelsen

 

unterkunft

Wo die Kraniche ziehen – Nationalparks auf Rügen
Als Klaus Töpfer noch Umweltminister war, hat er die Nationalparks in den neuen Bundesländern als das Tafelsilber der deutschen Einheit bezeichnet. Inzwischen sind diese Nationalparks unter immer stärkeren Druck der verschiedensten Interessengruppen geraten. Auf Rügen lassen sich unterschiedliche Konzepte, mit denen die Natur in Deutschland geschützt werden soll, beispielhaft untersuchen. Die ganze Insel Rügen hat den Status eines Naturparks. Ein kleines Gebiet gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der Nordosten ist Bestandteil des Nationalparks Jasmund und der Südosten ist Biosphärenreservat.
Von Bobbin aus un­ter­neh­men wir Exkursio­nen und Führungen durch diese Schutzgebiete. Dabei besuchen wir auch die Insel Vilm. Sie ist Naturschutzgebiet, Sitz des Bundesnaturschutzamtes und darf nur nach vorheriger Anmeldung von kleinen geführten Besuchergruppen besucht werden. Ansonsten ist sie für Besucher streng gesperrt.
Ein weiteres besonders beeindruckendes Naturerlebnis im Herbst ist der Zug der Kraniche und der Wildgänse, die sich rund um Rügen auf den abgeernteten Maisfeldern zu Zehntausenden sammeln, um in den Süden zu starten. Ein Teil der großen Vögel übernachtet fast in Sichtweite des Hauses in den flachen Boddengewässern. Darüber hinaus erkunden wir in Arbeitsgruppen die Strukturprobleme der Insel Rügen. Dabei untersuchen wir insbesondere die Interessenskonflikte zwischen Naturschutz, dem wachsenden Tourismus und den Bedürfnissen der Einwohner.
Untergebracht sind wir in einem Selbstversorgerhaus der Gemeinde Bobbin (siehe Foto).

Leitung: Josch Popp, Thomas Schlimme
Gebühr: Mo.–Fr., 425,– €/30 UE; incl. Anreise (DB) ab Ffm., Ü im Selbstversorgerhaus, Exkursionen, Fahrradmiete, Konkursausfallver­sicherung, Vorbesprechung in Ffm.
In Kooperation mit dem Höchster Bildungsschuppen.
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Das Modell Menorca — Sanfter Tourismus im Biosphärenreservat
Tourismus auf der Baleareninsel Menorca entspricht nicht dem im fast gesamten Mittelmeerraum vorherrschenden Klischee. Das Nega­tiv­beispiel der großen Schwesterinsel Mallorca begünstigte auf Menorca frühzeitig eine engagierte Ökologiepolitik, der es gelang, die größten Fehler der Nachbarn zu vermeiden. 1993 schließlich wurden diese Bemühungen von der UNESCO mit der Erklärung Menorcas zum Biosphären­reservat belohnt.
Was aber ist eine Biosphäre, warum ist Menorca ein besonders schützenswertes Biosphärenreservat, was ist die Strategie der Ökologiepolitik, wie verträgt sich Ökologie mit Tourismus und wie kann ökonomischer Fortschritt mit ökologischen Prinzipien vereinbart werden?
Diese und ähnliche Fragen werden im Seminar vor allem von Gastdozenten (mit Dol­metscherInnen) beantwortet, aber auch in Arbeitsgruppen geklärt.
Auf dem Programm stehen auch zahlreiche Exkursionen, u.a. in das Naturschutzgebiet S’Albufera d’es Grau, nach Mahon, Fornells und das kleine Fischerdorf Bini­beccer.

Leitung: Achim Horstkorte, M.A.
Cala Emporter, Menorca. Gebühr 410,– €/30 UE,incl. DZ in Appartements, Kursmateria­lien, Exkursionen, Konkursausfallvers., Einzelzimmerzuschlag 75,– €
(PDF-Info)
(Zur Übersicht)

 

Zuletzt aktualisiert am 29.06.2010
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