Kunst & Kultur

Unter dieser Rubrik finden sich unterschiedlichste Angebote von Ausstellungsbesuchen (s.u.) bis hin zu Malereikursen. Zum einen sollen durch eigenes intensives Schaffen die persönlichen kreativen Potenziale entdeckt, entfaltet und erweitert werden, zum anderen soll eine „Schule des Sehens“ die ästhetischen Gesetze unserer Wahrnehmung bewusst machen. Die Beschäftigung mit – nicht nur – unseren (Wert-)Vorstellungen von Schönheit und Harmonie ist zugleich auch die Auseinandersetzung mit den eigenen und/oder fremden Orientierungen und erlaubt – etwa in der Pädagogik – Veränderungs- und Gestaltungsprozesse in unserem Alltag zu thematisieren und zu reflektieren.

Malwerkstatt Acrylmalerei

„Malen ganz nach Wunsch“ heißt das Motto der Malwerkstatt für AnfängerInnen und Fortgeschrittene – ergänzt mit Tipps, individueller Beratung und Erfahrungsaustausch. Zur Inspiration werden abstrakte und gegenständliche Gestaltungsmöglichkeiten in Basisund experimentellen Techniken anschaulich vermittelt.
Kreative Fähigkeiten, um Unikate in Acryl mit differenzierter Farbigkeit, lebendigen Strukturen und spannenden Kontrasten zu entwickeln, können in diesem Kurs erworben oder verfeinert werden.
Bitte mitbringen: Acrylpapier (ab 300g/qm) und/oder Keilrahmen, Acrylfarben, Borstenflachpinsel, ein feiner Synthetikpinsel, Schwamm, Spachtel, Glas, Teller, Frischhaltefolie, Kreppklebeband, Lappen, Schere, Bleistift, weiteres Material nach Wunsch. AnfängerInnen stehen zum Einstieg Materialien gegen Gebühr zur Verfügung.

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Gabriele Kaiser
1715.21    18.02.17
Sa., 10.00–17.00 Uhr, 8 Ustd/29,–€
IZB, Münsterstr. 9–11 (Info: 0231/546 516-21)

Die Aquarell-Malerei

Für Anfänger und Fortgeschrittene

Von der Aquarell-Malerei geht eine ganz besondere Faszination aus: Die Farben sind zart, frisch und transparent und der Zufall scheint immer seine Hand im Spiel zu haben. Es gibt wohl kaum ein Medium, mit dem sich so zarte Bilder malen, so duftig leichte Farbflächen anlegen lassen. Es entstehen Formen, die wie Bilder aus einem Traum erscheinen. Das Überraschungsmoment, das die Aquarell-Malerei birgt, macht selbst das Gestalten von einfachen Motiven zum Vergnügen. Es scheint fast so, als würden die in Wasser gelösten Farben auf dem Papier ein Eigenleben entfalten. Ein Gutteil der Kunst liegt darin, ihr ‚Verhalten‘ vorherzusehen und zu steuern.

aquarell

Erika Grabe

IMG_2779 (Groß)

 

1725.22 -1    22.08.–12.09.17, 4-mal di., 12 Ustd/ 28,-€
1725.22 -2    24.10. & 07.11.17, 2-mal di., 6 Ustd/ 14,-€
jeweils 14.30 – 16.45 Uhr, IZB, Münsterstr. 9 – 11
(Info: 0231/546 516-21)

 

 

 Auf Abruf

Ausstellungsbesuche mit Bus und Bahn

Der Besuch einer Ausstellung oder eines Museums in einer Gruppe
macht mehr Spaß und ermöglicht auch eine professionelle Führung.
Lassen Sie sich am Besten unverbindlich in unsere Interessentenliste
aufnehmen – Sie werden dann rechtzeitig über die nächsten Termine
informiert. Sie können sich aber natürlich auch direkt zu einzelnen
Terminen anmelden. Es entstehen anteilige Kosten für Fahrt, Eintritt,
Führung und Organisation.

Michael Schulz-Runge

1715.01    Exkursion

Jeweils do., wenn nicht anders vermerkt.

Näheres bitte telefonisch unter 0231/546 516-21 erfragen.

Kunst im Dortmunder U

Das Betrachten eines Kunstwerks im Original und die unmittelbare sinnliche Erfahrung einer Begegnung mit Kunst lassen sich nicht durch Vorträge oder Ausstellungskataloge ersetzen. Erst das eigene in Augenschein nehmen eines Werks lassen dessen vordergründige Eigenschaften wie Format und Größe, Proportionen und Materialität offenbar werden und ermöglichen ein eigenes in-Bezug-setzen. Ausgewiesene Orte, wo solcherlei Begegnungen stattfinden können, sind z.B. Galerien und Museen, und da bietet das Museum Ostwall im Dortmunder U mit seinen Dauer- und Sonderausstellungen immer wieder Neues, mit dem eine intensivere Auseinandersetzung lohnt. Im Laufe einer jeweils einstündigen Veranstaltung werden einzelne Exponate, vorzugsweise aus dem Bereich Malerei, mit einführenden Worten zu Künstler und Werk vorgestellt. Gemeinsam werden wir sie uns genauer anschauen und uns darüber austauschen. Da am ersten Mittwoch im Monat in den Dortmunder Museen kein Eintritt erhoben wird, entstehen keine zusätzlichen Kosten, Vorkenntnisse zur Teilnahme sind ausdrücklich nicht erforderlich!

Michael Schulz-Runge
1725.02 -1    05.07.2017
1725.02 -2    02.08.2017
1725.02 -3    04.10.2017
1725.02 -4    08.11.2017
1725.02 -5    06.12.2017
Exkursion, jeweils mittwochs, 15.00–16.00 Uhr
Kosten: Abhängig von Museum und Ausstellung.
Näheres bitte telefonisch unter 0231/546 516-21 erfragen.

 

07.07.2016: War einmal ein Bumerang – Der Maler Joachim
Ringelnatz kehrt zurück, Kunstmuseum Solingen

Joachim Ringelnatz (1883–1934): Der komische Kauz und Dichter schräger Reime – wer mag ihn nicht? Aber Ringelnatz ist mehr, denn am Ende seines Lebens versteht er sich eher als Maler denn als Schriftsteller. Als Ringelnatz im November 1934 stirbt, sind die Weichen des Vergessens seiner Bilder jedoch schon gestellt. Die nationalsozialistische Kulturpolitik ist dabei allerdings nur ein Faktor. Es ist auch die Nachkriegsgesellschaft, die Ringelnatz nicht als Maler zur Kenntnis nehmen will. Das „Zentrum für verfolgte Künste“ im Kunstmuseum Solingen widmet dem Maler Joachim Ringelnatz die erste umfassende Werkschau, eine Retrospektive auch jener Bilder, deren Verbleib bis heute unbekannt ist. 50 Originale und 50 Reproduktionen werden präsentiert, ergänzend wird in der Literaturabteilung des Zentrums auch dem dichterischen Werk Ringelnatz‘ Raum gegeben.

 

04.08.2016: Jean Tinguely – Super Meta
Maxi, Museum Kunstpalast Düsseldorf

Das Museum Kunstpalast präsentiert in Kooperation mit dem Stedelijk Museum, Amsterdam, in einer umfangreichen Retrospektive das Werk des Schweizer Künstlers Jean Tinguely (1925–1991). Mit seinen kinetischen Objekten, den spielerisch- absurden Maschinen-Plastiken sowie mit seinen theatralischen Groß-Projekten und Aktionen gelang es Tinguely immer wieder aufs Neue, die musealen Grenzen in der Kunst zu überwinden und prägte damit entscheidend die künstlerische Entwicklung und das Erscheinungsbild der Kunst nach 1945.
Die Ausstellung ist als thematisch strukturierte Überblickschau konzipiert, die den wichtigsten künstlerischen Themen Tinguelys nachgeht: beginnend bei den frühen, zart-poetischen Drahtplastiken und kinetischen Assemblagen, über seine weltberühmten Métamatics bis hin zu spektakulären Werken aus der Spätphase seines Schaffens.

 

 

 01.09.2016: Karel Appel – Der abstrakte Blick
Emil Schumacher Museum Hagen

Karel Appel (1921-2006) ist der berühmteste niederländische Künstler der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts. 2016 jährt sich sein Todestag zum zehnten Mal. Das Hagener Emil Schumacher Museum präsentiert aus diesem Anlass in Zusammenarbeit mit der Karel Appel Foundation, Amsterdam, sowie dem Gemeentemuseum, Den Haag, einen neuen Blick auf das international bedeutende Werk. Insbesondere mit der Kunst der Fünfzigerjahre und der Künstlergruppe CoBrA verbunden, erstreckt sich das Werk des Malers über mehr als sechs Jahrzehnte. Die Einzelausstellung des von Emil Schumacher sehr geschätzten Zeitgenossen beleuchtet sein Werk aus überraschenden Blickwinkeln neu. Appels eigenständige Interpretationen klassischer Themen wie Akt, Porträt, Landschaft und Stadtansichten zeigen den abstrakten Blick des Künstlers auf die gegenständliche Welt.
Die Ausstellung im Emil Schumacher Museum ist Teil einer breiten internationalen Wiederentdeckung von Karel Appel mit Ausstellungen in Den Haag, Paris, London und
Washington.

 

20.10.2016: Von Dürer bis van Gogh
– Sammlung Bührle trifft Wallraf,
Wallraf-Richartz-Museum Köln

„Monets Zauber hat mich nie losgelassen, Cézanne, Degas, Manet, Renoir wollte ich
in meinem Umkreis an meinen Wänden haben“, so blickte Emil Bührle kurz vor seinem plötzlichen Tod im November 1956 auf den Beginn seiner Sammelleidenschaft zurück. In nur wenigen Jahren war es ihm gelungen, eine erstaunliche Vielzahl von herausragenden Kunstwerken aus den bedeutendsten Epochen von Gotik bis Kubismus zusammenzutragen, und hier trafen und treffen sich seine Interessen und die des Wallraf Richartz-Museums. Heute, sechzig Jahre nach Bührles Tod, lässt das Kölner Museum rund 70 Meisterwerke aus beiden Sammlungen in einen einzigartigen Dialog treten. In „Von Dürer bis van Gogh – Sammlung Bührle trifft Wallraf“ kommen neben den bereits genannten französischen Künstlern des 19. Jahrhunderts auch Meister wie Dürer, Cuyp, Canaletto, Delacroix, Pissarro, Gauguin, van Gogh und Picasso zusammen.
Die Ausstellung ist ausschließlich in Köln zu sehen.

 

17.11.2016: Hannah Höch – Revolutionärin der Kunst, Kunstmu-
seum Mülheim

Hannah Höch (1889–1979) ist die wohl bedeutendste deutsche Künstlerin der klassischen Moderne. Als „Revolutionärin der Kunst“ zählt sie zu jenen Persönlichkeiten, die die emanzipatorische Kunst der Weimarer Republik und die Avantgarden der ersten Hälfte mit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verknüpft haben. Obgleich international anerkannt und gewürdigt, ist das nach 1945 entstandene Werk noch zu entdecken.
Die Collage, die von ihr ab 1918 als eigenständiges Medium in die bildende Kunst eingeführt wurde und die lebenslang ihre wichtigste Ausdrucksform blieb, bildet im Zusammenspiel mit Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen einen Schwerpunkt in der Ausstellung. Mit der Konzentration auf das Werk nach 1945 und Leihgaben aus zahlreichen Museen, Galerien und aus Privatbesitz wird das Schaffen der Künstlerin im Gefüge der Moderne wie des 20. Jahrhunderts gewürdigt. Das Konzept schließt dabei einen Rückblick auf die Dada-Zeit der Künstlerin in den 1920er-Jahren mit wenigen, aber prägnanten Arbeiten ein.

 

08.12.2016: Henri Matisse – Die Hand zum Singen bringen,
Picasso-Museum Münster

Im August 2015 übergab die Sparkasse Münsterland Ost dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster eine einzigartige Grafik-Kollektion von Henri Matisse als Dauerleihgabe. Die insgesamt 121 Werke decken alle Ausdrucksmöglichkeiten im Schaffen des großen Meisters der Klassischen Moderne ab, darunter Holzschnitte, Lithografien, Radierungen, Linolschnitte und Aquatinten. Die Grafiken dokumentieren rund 50 Schaffensjahre des Künstlers, ergänzt werden sie von zehn Malerbüchern von Henri Matisse aus der Sammlung Classen. Das Museum beherbergt damit nun die größte Matisse-Sammlung
Deutschlands unter seinem Dach. Die Werke der neuen Dauerleihgabe stammen direkt aus der Hand der Matisse-Erbengemeinschaft, die sie die letzten 60 Jahre, seit dem Tod des Künstlers, in einem Pariser-Banksafe lagerte.
Im Rahmen der Ausstellung werden sie erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Unter dem Titel „Die Hand zum Singen bringen“ wird die Arbeitsweise und der Werkprozess von Henri Matisse im Mittelpunkt stehen. Neben den Werken auf Papier aus der Sammlung des Kunstmuseum Pablo Picasso Münster werden Gemälde, Skulpturen, Scherenschnitte und Tapisserien aus internationalen Museen und Privatsammlungen zu sehen sein.